Wednesday, March 10, 2010 08:41

Früher war eben alles besser…

März 7th, 2010 geschrieben von Asmodeus

… stimmt. Aber gilt das auch für mich?

Ich bin eben im Internet völlig zufällig auf ein von mir geschriebenes Gedicht gestolpert, das eine ehemalige Bekannte (die ich heute lieber nicht mehr kennen möchte) dort veröffentlicht hat, so dass der Eindruck entsteht, sie selbst hätte es geschrieben. Zu allem Überfluss gab es auch noch tolle Antwortkommentare darauf… hmm… das ärgert mich schon, selbst wenn die Veröffentlichung nun schon ein paar Jahre her ist.

Während ich mich so über mich selbst ärgere (eigentlich ärgere ich mich ja eher darüber, dass es mich ägert und selbst darüber ärgere ich mich) kam ich auf die Idee mal in meinen Backups nachzuschauen, was ich damals eigentlich sonst noch so alles geschrieben habe… immerhin habe ich schon seit den 90ern bis ca. 2004 regelmäßig im WWW geblogt. Also schnell mal die alte Platte angeschlossen und mal ein wenig gestöbert… Ich war überrascht!

Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich früher wesentlich besser geschrieben habe. Damit meine ich nicht nur den Ausdruck, wie zum Beispiel Wortspiele und Definitionen, sondern auch allgemein die Gedankengänge, die Fähigkeit von der Seite her zu denken und die Welt wahrzunehmen.

War ich früher besser?
War ich einfach jünger?

OK, ein Argument ist ganz sicher, dass es mir an täglicher Praxis fehlt. Jeder, der diesen Blog hier verfolgt (was angesichts der Beitragsfrequenz nicht allzu schwer sein dürfte), kann sich gut vorstellen, dass, wenn man täglich und über eine lange Zeit blogt, sich mit der Zeit auch eine bessere Routine einstellt.

Aber liegt es wirklich NUR daran?

Und warum zum Teufel hört sich beim Beitrag schon wieder so nach Midlifecrisis an? Nur weil ich in weniger als 4 Wochen der nächsten bösen Zahl mit einer 0 dahinter näher bin als der letzten, die ich passiert habe?

Oh Kacke, ich bin alt. Wann ist DAS denn bitte passiert????

Naja, jedenfalls habe ich mir nun zum [hier bitte gewünschte Zahl einfügen]. Mal vorgenommen endlich wieder mehr zu schreiben. Sicher, der eigene Blog ist (weil mit Herausgeberdaten und allerlei Verlinkungen versehen) nicht so schön anonym, wie es die von mir benutzte Tagebuchseite einst war (und sowas hemmt natürlich), aber andererseits würde ein dritter Blog (bei DUNKLES LEBEN blogge ich ja zwecks Vorbildfunktion auch noch etwas) jede gute Absicht mehr zu Schreiben zur Farce werden lassen.

Vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann eine würdige Verbindung zu knüpfen zwischen meinen Texten von damals und meinen Stammeleien von heute, ich würds euch wünschen – und mir vor allem.

Und so verabschiede ich mich für heute mit den Worten meines früheren Ministerpräsidenten indem ich sage, denkt immer daran: “everything hangs together”.

Euer Asmodeus

Freunde, nein Danke

Februar 13th, 2010 geschrieben von Asmodeus

Ich hab dieser Tage mal wieder einem Bekannten ziemlich vor den Kopf stoßen müssen.

Es geschieht dann und wann nämlich, dass Bekannte (zum Beispiel aus dem Internet oder aus der beruflichen Umgebung) Anstalten machen mich privat einladen zu wollen oder mich zu fragen ob ich einfach mal so am Wochenende vorbeikommen will… oder schlimmer noch: mich einmal besuchen kommen wollen.

Gut, man könnte meinen: der Asmodeus pflegt zwei Communities im Web, macht Usertreffen und hat eine ziemlich gut besuchte Projekte, da wird er schon einigermaßen sozialisiert sein. Irrtum. Man verwechsle niemals das Reale Leben mit dem Cyberspace. Im realen Leben bin ich seit Jahren schon überzeugter Einzelgänger und fühle mich glücklich damit. An Freundschaften bin ich schon lange nicht mehr interessiert und bevorzuge es eher, wenn meine Zeit möglichst wenig fremdbestimmt wird durch soziale/freundschaftliche Verpflichtungen und Kontaktpflege. Kontakte, zum Beispiel im Rahmen von Usertreffen, Festivalbesuchen oder Kinobesuchen mag ich natürlich, aber eben nur zweckbezogen und danach ist es auch wieder gut. Universelle Freundschaften umfassen mir zuviel Bereiche meines Lebens, sind zu besitzergreifend. Meine Lebenszeit gehört meinem Arbeitgeber und vom dem Rest gebe ich nur sehr widerstrebend etwas her. Meine Freundin bildet die wirklich einzige Ausnahme und darauf dass sie sich auch wirklich was einbilden, bei einem Kerl, der die letzten Jahre bewusst nur Fernbeziehungen gesucht und geführt hat.

Nennt mich ruhig einen Sozialkrüppel. Ich hatte, als ich noch in Stuttgart lebte, meine Zeit der Cliquen und Freunde, der Sommer, in denen man wirklich jede Nacht mit irgendjemand unterwegs war… das ist schon ein paar Jahre her und es sich schöne Erinnerungen, aber es ist nicht mehr “mein Ding”. Vielleicht ändert sich das nach Jahren mal wieder, man soll niemals nie sagen, aber in den letzten Jahren war ich eigentlich sehr glücklich damit wie es ist, denn eines hab ich gelernt zu schätzen wie andere Gold und Edelstein: ungestörte Einsamkeit.

Und so kommt es eben, dass so mancher etwas seltsam dreinschaut, wenn ich ihm klipp und klar ins Gesicht sage: “Klar kannst Du bei mir vorbeischauen, aber ich mach dir sicher nicht auf.” :)

Der Weitwurfbär und enttäuschte Menschen

Januar 13th, 2010 geschrieben von Asmodeus

Heute ist in Schweden Knut.

Aber was hat der Eisbär Knut im Berliner Zoo doch für ein Glück, dass er nicht in Schweden sitzt. Das große schwedische Möbelhaus ruft mal wieder “Knut” aus und wie groß wäre da die Verwechslungsgefahr einen Eisbär mit eben solchen Namen auf die Straße vor’s Haus zu werfen, so wie man das im Werbespot mit den Tannenbäumen macht?

Knut kann jedenfalls froh sein in Berlin zu sitzen, immerhin haben er und seine Kollegen dort eine größere Überlebenschance als seine Freunde in freier Wildbahn, denen bald die letzten Eisstücke unter den pelzigen Hintern wegschmelzen. Schuld sind, so war es zumindest aus dem Weißen Haus zu hören, natürlich die vielen Kühe, die einfach soviel Methan in die Luft pupsen, dass ruckzuck das Ozonloch aufriss. Tja, dumm gelaufen.

Schweden ist aber auch Thema für sich, denn seit Monaten bin ich am überlegen, ob ich nicht wieder eine Email nach Schweden schicken solle. Immerhin sitzt dort die einzige Frau, die ich jemals in meinem Leben zugunsten einer anderen Frau verlassen hab. Nicht dass ich jemals den geringsten Zweifel an dieser Entscheidung gehabt hätte – vermutlich gehörte diese Entscheidungen zu den aufrichtigsten in meinem Leben, aber leider war es auch wohl die unangenehmste.

Es fällt unheimlich schwer einem anderen Menschen absichtlich weh zu tun, aber wie sollte man das sonst auch hinkriegen? Es bleibt einem nichts weiter übrig, als alle Beschimpfungen und Beleidungen hinzunehmen, weil man ja weiß dass dies (wenn vielleicht auch nicht sachlich berechtigt) aus dem Gefühl der veraten und verlassen worden seins entspringt. Man fühlt mit der Person, die einen als den allerletzten Menschen auf Gottes weiter Erde bezeichnet und kann doch nichts tun, weil man ja Verursacher ist.

Es ist einfach eine abgefuckte Situation und sowas möchte ich nie mehr erleben müssen. Verlassen werden ist keine schöne Sache, darin hab ich Erfahrung, aber das ist mir allemal lieber als selbst jemand anderen verlassen zu müssen.

Nun, das ist Jahre her und viele glückliche Tage sind seit dem ins Land gezogen. Zumindest waren es für mich glückliche Tage und im Optimalfall natürlich auch für Stigma… dennoch frage ich mich (und zwar immer wieder) ob es nicht anständiger wäre, nach so langer Zeit mal eine Email zu schreiben und mich zu erkundigen, ob alles Gut ist?

Das dumme ist nur, ich weiß nicht ob es richtig ist? Noch dümmer ist, ich bin mir über meine eigenen Beweggründe nicht sicher. Will ich mich nur erkundigen, damit ich weiß, dass alles in Ordnung ist und ich mir dann keine Schuldgefühle mehr leisten muss? Das wäre ziemlich egoistisch. Vielleicht will ich auch auch nur wissen, ob es ihr gut geht, weil ich davon ausgehe, dass sie noch immer an mich denkt – was auch enorm eingebildet von mir wäre.

Wie man es auch dreht und wendet, es wird einfach kein passender Schuh daraus und es bleibt unangenehm und auch waghalsig, denn wer garantiert denn, dass aus dieser (wahrscheinlich) gut gemeinten Aktion auch etwas Gutes erwächst? Immerhin ist es ja nicht so, dass ich irgendwelches Interesse an ihr hätte. Das ist nämlich das einzige, was ich 100% sicher in der Beleuchtung dieser ganzer Fragen beurteilen kann.

Andererseits weiß ich nicht, ob die Schuldgefühle einfach so von selbst weggehen, wenn sie immerhin auch noch über 5 Jahren noch viel zu oft gegenwärtig sind.

Jahrestag und erster Urlaubstag

November 26th, 2009 geschrieben von Asmodeus

Heute gibt es doppelten Anlass zur Freude, denn erstens feiern Stigma und ich heute unseren 5. Jahrestag und zweitens ist heute auch mein erster gefühlter Urlaubstag…. :)

Eigentlich habe ich schon seit dem Wochenende Urlaub, aber die ersten Tage gingen für den Besuch bei meinen Eltern in Süddeutschland drauf und ein Besuch bei Muttern ist (ich bin mir nun vieler zustimmend nickender Köpfe gewiss) nicht immer so unbedingt eine Erholungstour für die eigenen Nerven, gerade dann, wenn Muttern es in wirklich bester Absicht immer ganz besonders gut meint….. und hier endet dieses Thema auch schon mit den vielsagenden Punkten.

Nun denn, am Dienstag nach etwas mehr als 7 Stunden Zugfahrt zuhause angekommen, erreichte mich keine zwei Stunden später schon der Hilferuf der nächsten Mutter /diesmal meiner wahrscheinlich zukünftigen Schwiegermutter) und verhieß mir für den nächsten Tag einen Vor-Ort Einsatz zur Herstellung ihres DSL-Anschlusses…. eine Angelegenheit, die (wie wohl jeder, der schon einmal mit der Inkompetenz von Service Centren bei DSL Providern zu tun hatte, weiß) natürlich nicht unmittelbar erledigt werden konnte und einen Rückruf durch einen weiteren hochqualifizierten und im gesamten individuellen Sachverhalt natürlich genau instruierten Servicemitarbeiter am Nachmittag erforderte. Klar, dass ich dann wieder vor Ort sein musste und somit war der Mittwoch auch verplant und noch kein wirklicher Urlaubstag genossen.

Heute nun, am Donnerstag (gleichzeitig unser Jahrestag), habe ich mir, entgegen zuerst einigermaßen ehrlich gemeinter selbstverpflichtender Ankündigungen, die Freiheit genommen mal trotz Wohnungschaos und Küchenschlachtfeld das nur menschenmöglichst wenigste zu tun und den Tag am PC zu verbringen. Ein paar Spiele gespielt, etwas in unseren Onlineprojekten rumgeschraubt und auch die lieben Mitbewerber mal wieder in Augenschein genommen… und schwubbs, schon ist es wieder 14 Uhr. Aber bisher konnte ich wirklich einmal richtig Urlaub machen und somit ist dieser Tag eben auch mein erster gefühlter Urlaubstag. :)

Heute Abend werden wir noch den Film 2012 anschauen und uns bei Nachos mit Käsesoße (oder ähnlich gesunden Nahrungsmitteln) den Untergang der Welt vorführen lassen. Wäre nur saudumm, wenn die Welt wirklich 2012 unterginge…. stellt euch mal vor: eine außerirdische Reisegruppe kommt nach Jahrtausenden auf unseren Planeten und findet eine DVD (oder natürlich eine BlueRay) dieses Filmes. Die müssten uns doch für die größten Hohlköpfe des Universums halten, wenn sie hier auf die Reste einer ausgestorbene Spezies treffen, die ihren eigenen Untergang vorher noch im Kino anschaut und dafür sogar Geld bezahlt hat….

In diesem Sinne, frohe Apokalypse!

Euer Asmodeus

Asmo und Stigma on Tour

November 12th, 2009 geschrieben von Stigma

Sind wir nicht schnuckelig?! ;)

Asmo und Stiggy

Asmo und Stiggy

Asmoschatz  bei der Arbeit:

Asmo zeigt ganzen Einsatz

Asmo zeigt ganzen Einsatz

 

Asmo in Action

Asmo in Action

Vollste Konzentration

Vollste Konzentration

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Asmo mit dem Blick fürs Detail

Asmo mit dem Blick fürs Detail

Übrigens – wer die Ergebnisse dieser Arbeit sehen will, der muss unbedingt bei www.allsvartur.de vorbei schauen, denn da sieht man, wie so etwas aussehen kann… Denn die nachfolgenden Bilder sind eher Schnappschüsse von mir, weil ich versucht habe mit Asmos Kamera warm zu werden, ist mir dummerweise noch nicht sonderlich gelungen… Asmo hat da nicht nur mehr Glück, sondern auch mehr Können – gerade wenn es um Motive geht. Und ganz ehrlich – das sage ich nicht, weil er mein Freund ist – im Gegenteil, ich schmeichel ihm äußerst ungern, aber das muss ich ihm nun wirklich zugestehen… :)
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Dank Asmos Hilfe :)

Dank Asmos Hilfe :)

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Selbstaufnahme :)

Selbstaufnahme :)

Asmo auf dem Weg nach ganz oben :)

Asmo auf dem Weg nach ganz oben :)

Asmo am rumspinnen :)

Asmo am rumspinnen :)