Der schöne Tag und ein trauriger Abschied
Geschrieben von Asmodeus am Sonntag, April 25th, 2010Ich mag es, wenn man morgens aufwacht und schon die pralle Sonne durch die Ritzen des Rolladens blitzen sieht, wenn man dann auch schon die meisten Fenster öffnen und sich von frischer angenehm kühler (aber eben nicht zu kalter) Luft den Muff der letzten Nacht aus der Wohnung blasen lassen kann.
So ein Tag kann doch eigentlich nur gut werden.
Könnte er, wäre da nicht der Unterwäschewechsel nach der morgendlichen Dusche.
Denn direkt danach stelle ich mir, wie so oft, schon wieder die immer gleiche Frage: “Wieso zum Teufel haben eigentlich alle meine Lieblingsshorts Löcher im Schritt?!”
So viel habe ich “da unten” doch auch wieder nicht geparkt und stahlhart ist “das” eigentlich auch nicht, von übermäßiger Beanspruchung kann man bei meinen inzwischen 36 Lebensjahren auch nicht unbedingt mehr ausgehen. Dennoch neigen meine Shorts in auffälliger Häufung zu dem immer gleichen Löchern an den immer gleichen Stellen. Das Phänomen ist schnitt- und markenübergreifend, denn selbst die Shorts der teueren Hersteller sind davon betroffen.
Und so kommt es, wie es wieder einmal kommen muss… sehr viel später als es Stigma noch für vertretbar halten würde, muss ich mich wieder von einer meiner Lieblingsshorts trennen. Natürlich geschieht das wie es sich bei alten Freunden gehört standesgemäß mit kurzer Traueransprache vor dem Mülleimer und einer Gedenkminute an die gemeinsamen Momente (bzw. bei den ganz alten Modellen auch die gemeinsamen Erlebnisse mit diversen Exfreundinnen), bevor mein treuer Begleiter dann entsorgt wird.
Stigma findet das albern, aber ich hänge eben an meinen Shorts und so mancher Mann weiß wie sauschwer es ist gute Shorts zu finden, wenn man ganz genau definitierte Ansprüche hat.